Mittwoch, 15.04.2026

Kraftstoffe treiben Autofahrkosten: Kraftfahrer-Preisindex im März 2026 deutlich gestiegen

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Die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Autofahren lagen im März 2026 um 6,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Hauptursache sind deutlich gestiegene Kraftstoffpreise. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 2,7 Prozent.

Kraftstoffpreise als Treiber

Kraftstoffe verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 20,0 Prozent. Besonders stark stiegen die Dieselpreise mit 29,7 Prozent, Superbenzin verteuerte sich um 17,3 Prozent und Autogas um 1,1 Prozent. Die Statistik weist den Anstieg auch in unmittelbarem Zusammenhang mit den Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten.

Weitere Kostenposten rund ums Auto

Neben Kraftstoffen legten Preise für Reparatur, Inspektion und Parkgebühren um 4,1 Prozent zu. Gebrauchtwagen verteuerten sich um 2,9 Prozent, Fahrschule und Führerscheingebühren um 2,8 Prozent. Neuwagen einschließlich Wohnmobile stiegen moderat um 2,4 Prozent. Kraftfahrzeugversicherungen sowie Mieten für Garage und Stellplatz erhöhten sich jeweils um 1,4 Prozent. Günstiger als ein Jahr zuvor waren Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel, deren Preise um 1,3 Prozent sanken.

Öffentlicher Verkehr: kurzfristige Anstiege, mittelfristige Senkungen

Die Fahrkartenpreise für öffentliche Verkehrsmittel lagen im März 2026 über dem Vorjahresniveau. Kombinierte Tickets für Bus und Bahn kosteten 6,2 Prozent mehr, wovon vor allem die Preiserhöhung beim Deutschlandticket im Januar 2026 beeinflusst wurde. Eine Bahnfahrt im Nahverkehr verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 5,3 Prozent, im Fernverkehr um 1,4 Prozent. Im mittelfristigen Vergleich zeigen sich jedoch andere Tendenzen. Zwischen 2020 und 2025 sanken die Preise für kombinierte Tickets für Bahn und Bus um 18,0 Prozent, was maßgeblich auf die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 zurückgeführt wird. Die Preise für Bahnfahrten im Nahverkehr stiegen in diesem Zeitraum um 20,1 Prozent, Fernverkehrspreise lagen nahezu auf dem Niveau von 2020.

Entwicklung seit 2020 und Ausgabenanteile der Haushalte

Im Vergleich der Jahre 2020 bis 2025 stiegen die Preise für Waren und Dienstleistungen rund ums Auto um 31,2 Prozent. Das ist deutlich mehr als der Anstieg der Verbraucherpreise insgesamt, der sich im selben Zeitraum auf 21,9 Prozent belief. Stark gestiegen sind unter anderem Kraftfahrzeugversicherungen mit 63,0 Prozent, Gebrauchtwagen mit 45,3 Prozent und Fahrschule sowie Führerscheingebühren mit 42,7 Prozent. Kraftstoffe insgesamt verteuerten sich binnen fünf Jahren um 37,5 Prozent, darunter Autogas um 76,2 Prozent, Diesel um 44,2 Prozent und Superbenzin um 34,9 Prozent.

Nach den Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 gaben Haushalte im Jahr 2023 im Durchschnitt 361 Euro pro Monat für Verkehr aus. Das entsprach 11,9 Prozent der gesamten Konsumausgaben und machte Verkehr nach Wohnen und Nahrungsmitteln zum drittgrößten Ausgabenblock. Gegenüber 2018 sanken die monatlichen Mobilitätsausgaben leicht von 379 Euro auf 361 Euro.

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