Im Jahr 2023 gab es in deutschen Privathaushalten insgesamt 12,9 Millionen Fitnessgeräte. Diese verteilten sich auf 10,5 Millionen Haushalte, damit verfügte rund ein Viertel aller Haushalte in Deutschland über mindestens einen Heimtrainer. Fünf Jahre zuvor lag der Anteil noch bei 23,3 Prozent.
Verbreitung von Ergometern, Laufbändern und Crosstrainern
Die Angaben des Statistischen Bundesamtes beruhen auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe EVS 2023. Zu den erfassten Geräten zählen unter anderem Ergometer, Laufbänder und Crosstrainer. Laut den Daten besitzt gut jeder vierte Haushalt mindestens ein solches Gerät. Damit gelten Heimtrainer weiterhin als verbreitete, wenn auch nicht flächendeckende Ausstattung privater Haushalte.
Deutliche Unterschiede nach Einkommen und Haushaltstyp
Das Vorhandensein eines Fitnessgeräts hängt stark vom Haushaltsnettoeinkommen ab. Bei einem monatlichen Nettoeinkommen von 5 000 Euro oder mehr hatten 35,8 Prozent der Haushalte mindestens ein Gerät. Dagegen lag der Anteil in Haushalten mit einem Einkommen unter 1 300 Euro bei 12,3 Prozent. Auch die Zusammensetzung der Haushalte spielt eine Rolle. Paarhaushalte ohne Kinder waren am häufigsten mit Fitnessgeräten ausgestattet. Dort besaß gut jeder dritte Haushalt ein Gerät. Paarhaushalte mit Kindern lagen bei 27,6 Prozent. Bei Alleinlebenden war in 18,1 Prozent der Haushalte mindestens ein Fitnessgerät vorhanden.
Wie viel Zeit die Menschen für Sport aufwenden und methodische Hinweise
Unabhängig von der Ausstattung treiben Menschen in Deutschland etwas mehr Sport als vor zehn Jahren. Die Zeitverwendungserhebung 2022 zeigt, dass Personen ab 10 Jahren im Mittel 34 Minuten pro Tag mit sportlichen Aktivitäten verbringen. Das sind fünf Minuten mehr als in der Erhebung 2012/2013. Männer und Jungen waren 2022 im Mittel 36 Minuten täglich sportlich aktiv, Frauen und Mädchen 33 Minuten.
Zu den methodischen Rahmenbedingungen: An der EVS 2023 beteiligten sich rund 54 000 private Haushalte. Die EVS erscheint alle fünf Jahre und wurde 2023 umfassend neu konzipiert. Unter anderem wurde die Ausstattung zu Beginn des jeweiligen Anschreibequartals erfasst und nicht, wie bisher, zum Stichtag 1.1. Daher ist die Vergleichbarkeit mit früheren Erhebungen eingeschränkt. Die Angaben zur täglichen Sportzeit stammen aus der Zeitverwendungserhebung ZVE 2022. Diese Erhebung erhebt die Aktivitäten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an drei vorgegebenen Tagen, darunter zwei Werktage und ein Tag am Wochenende. Erfasst werden Freizeitaktivitäten wie Spazierengehen, Joggen, Gymnastik, Schwimmen und verschiedene Sportarten. Nicht eingeschlossen sind sportliche Aktivitäten im Rahmen von Bildung oder Erwerbsarbeit sowie Spiel und Sport mit den eigenen Kindern, da dies der Kinderbetreuung zugerechnet wird.
Weitere Detailergebnisse und methodische Informationen veröffentlicht das Statistische Bundesamt auf seinen Themenseiten und in den entsprechenden GENESIS-Online-Tabellen.
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