Das ifo-Geschäftsklima für die deutsche Automobilindustrie hat sich im Januar leicht aufgehellt. Der Index stieg saisonbereinigt auf minus 19,6 Punkte nach minus 19,8 Punkten im Dezember. Unternehmen meldeten eine schlechtere Einschätzung der aktuellen Lage, zeigten sich aber in ihren Erwartungen für die nächsten Monate weniger pessimistisch.
Lageeinschätzung und Ausblick
Während die Beurteilung der gegenwärtigen Geschäftslage zurückging, verbesserten sich die Erwartungen für die kommenden Monate. Die Exporterwartungen legten stark zu und stiegen auf plus 8,7 Punkte, nach minus 8,0 Punkten im Dezember. Die ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl verwies darauf, dass die Nachfrage aus dem Euroraum weiterhin eine stützende Kraft für die deutsche Autoindustrie darstelle.
Veränderungen auf den Auslandsmärkten
Die Einschätzung der Wettbewerbsposition auf den EU-Märkten verbesserte sich deutlich. Der Saldo kletterte von 1,5 Punkten im Oktober auf plus 15,4 Punkte im Januar. Auf Märkten außerhalb Europas verschlechterte sich die Bewertung dagegen erheblich. Der Saldo fiel auf minus 31,3 Punkte, nach minus 17,4 Punkten im Oktober.
Wölfl wies darauf hin, dass nach Berechnungen auf Basis amtlicher Handelsdaten die deutsche Autoindustrie seit 2024 an Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der EU verloren habe. Dies treffe besonders stark auf China zu und zeige sich zunehmend auch gegenüber den USA. Zugleich deute die Entwicklung der Auftragseingänge darauf hin, dass der innereuropäische Handel derzeit die treibende Rolle bei den Exporterwartungen spiele.
Insgesamt bleibt das Geschäftsklima trotz der leichten Verbesserung weiterhin deutlich im negativen Bereich, was auf anhaltende Unsicherheiten in der Branche hinweist. Die genannten Werte sind saisonbereinigt.
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