Mittwoch, 25.03.2026

Binnenschifffahrt 2025 erreicht niedrigsten Transportwert seit 1990

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Die Transportleistung der deutschen Binnenschifffahrt ging 2025 erneut zurück. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden auf Binnenwasserstraßen 171,6 Millionen Tonnen Güter befördert, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr und der niedrigste Wert seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990.

Rückgang vor allem bei Exporten und Transit

Der Rückgang ist nach Angaben von Destatis vor allem auf den Versand ins Ausland zurückzuführen. Die ins Ausland beförderte Menge sank auf 41,1 Millionen Tonnen und damit um 4,8 Prozent gegenüber 2024. Demgegenüber stieg der Güterempfang aus dem Ausland nur leicht auf 77,0 Millionen Tonnen, ein Plus von 0,6 Prozent. Der innerdeutsche Verkehr blieb mit 42,8 Millionen Tonnen weitgehend stabil, während der Transitverkehr deutlich zurückging und 10,7 Millionen Tonnen erreichte, ein Rückgang um 5,4 Prozent.

Welche Güter dominieren das Transportaufkommen

Mehr als die Hälfte des Transportaufkommens entfiel auf trockene Massengüter wie Steine, Erden, Erze und Kohle. Diese Ladungsart erreichte 92,5 Millionen Tonnen und lag damit 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Flüssige Massengüter, darunter Mineralölerzeugnisse und Chemikalien, machten 49,0 Millionen Tonnen aus und sanken um 1,9 Prozent. Der Containerverkehr kam auf 16,6 Millionen Tonnen, ein Rückgang um 1,0 Prozent. Sonstige Ladungsarten legten um 2,4 Prozent zu und erzielten zusammen 13,5 Millionen Tonnen.

Zu den bedeutendsten einzelnen Warengruppen zählten 2025 flüssige Mineralölerzeugnisse mit 27,8 Millionen Tonnen, Steine und Erden mit 20,0 Millionen Tonnen, Eisenerze mit 17,7 Millionen Tonnen und Kohle mit 16,1 Millionen Tonnen. Diese vier Gruppen machten zusammen 47,5 Prozent des gesamten Transportaufkommens aus. Während Eisenerze deutlich zurückgingen um 12,7 Prozent, erhöhte sich der Kohletransport um 5,9 Prozent.

Häfen, Flaggen und methodische Hinweise

Im grenzüberschreitenden Verkehr spielen die Häfen Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam eine herausragende Rolle. Zwischen Rotterdam und Deutschland wurden 2025 auf Binnenschiffen 57,2 Millionen Tonnen bewegt. Antwerpen verzeichnete 17,7 Millionen Tonnen und Amsterdam 9,0 Millionen Tonnen. Zusammen entfielen auf diese drei Häfen 84,0 Millionen Tonnen beziehungsweise 71,1 Prozent der insgesamt 118,1 Millionen Tonnen im Auslandsverkehr.

Mehr als die Hälfte des Transportaufkommens entfiel 2025 auf Binnenschiffe unter niederländischer Flagge. Ihr Anteil lag bei 55,1 Prozent, Schiffe unter deutscher Flagge kamen auf 31,7 Prozent.

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